Warum mieten statt kaufen?

Was das Abo-Modell für Unternehmen wirklich bedeutet und warum der Wandel gerade jetzt Sinn macht.

B.Complete versteht New Work als Werkzeugkasten voller Ideen und Instrumente zum Thema zukunftsorientiertes Arbeiten. Unsere Mission ist, klein- und mittelständischen Betrieben diese Überlegungen näher zu bringen und gute Tools, Konzepte und Lösungen anzubieten. Denn jedes Investment in eine motivierte und glückliche Belegschaft macht sich um ein Vielfaches in Produktivität und damit Unternehmenserfolg bezahlt.

Netflix statt DVD-Kauf. Spotify statt CD-Regal. Auto-Abo statt Autokauf. Der Wandel von Besitz zu Zugang hat in den letzten Jahren viele Branchen erfasst, und er macht vor dem Büro nicht halt. 

 

Immer mehr Unternehmen stellen ihre Büroinfrastruktur auf Abo-Modelle um: Möbel mieten statt kaufen, IT-Hardware im Monatsabo statt als Einmalkauf. Was auf den ersten Blick wie ein Lifestyle-Trend wirkt, ist bei näherer Betrachtung eine handfeste wirtschaftliche Entscheidung. 

 

Warum das so ist und was Unternehmen dabei konkret gewinnen, erklärt dieser Beitrag. 

Der Kauf als Risiko: Was oft übersehen wird

Wer ein Büro einrichtet, denkt zunächst an Einrichtungskosten. Tisch, Stuhl, Laptop, Monitor: Ein vollständiger Arbeitsplatz liegt je nach Ausstattung schnell bei 1.500 bis 4.500 Euro, und das pro Person. Bei einem Team von zehn Leuten sind das bis zu 45.000 Euro, die auf einen Schlag aus dem Eigenkapital fließen. 

 

Das Problem liegt nicht nur in der Summe selbst. Das Problem liegt darin, dass dieses Kapital danach gebunden ist und nicht mehr für das zur Verfügung steht, was Unternehmen wirklich brauchen: Vertrieb, Produktentwicklung, Personal, Puffer. 

 

Dazu kommt: Wer kauft, kauft für einen Zustand, der morgen schon anders aussehen kann. Das Team wächst schneller als geplant. Ein Großauftrag bricht weg. Das Homeoffice wird ausgeweitet. Möbel und Geräte, die man für 20 Personen angeschafft hat, werden plötzlich nur noch von 12 genutzt. 

Was das Abo-Modell verändert

Wer Büroinfrastruktur mietet statt kauft, tauscht eine große Einmalzahlung gegen einen planbaren Monatsbetrag. Ein vollständiger Arbeitsplatz mit ergonomischem Schreibtisch, Stuhl und IT-Grundausstattung ist im Abo schon zu geringen monatlichen Raten möglich, alles inklusive: Lieferung, Aufbau, Wartung und Rücknahme am Ende der Laufzeit. 

 

Was sich dabei verändert, geht über den Kostenaspekt hinaus. Vier Dinge werden grundlegend anders: 

 

  • Liquidität bleibt erhalten: Das Kapital, das nicht in Möbel fließt, steht für wichtigere Dinge zur Verfügung. In einem wirtschaftlichen Umfeld, in dem Liquidität wichtiger ist als je zuvor, kann das über Wachstum oder Stillstand entscheiden. 
  • Flexibilität wird eingebaut: Wächst das Team, kommen neue Arbeitsplätze dazu. Schrumpft es, werden Einheiten zurückgegeben. Kein Lager, kein Wertverlust, kein Problem. 
  • Planbarkeit nimmt zu: Fixe Monatsraten lassen sich budgetieren. Keine unvorhergesehenen Reparaturkosten, keine Abschreibungen, kein Restwertproblem bei veralteter Technik. 
  • Nachhaltigkeit wird messbar: Abo-Modelle setzen häufig auf Refurbishment und Wiederaufbereitung. Studien zeigen, dass ein aufbereiteter Laptop bis zu 31 Prozent weniger CO2 verursacht als ein neu produzierter. 

 

Mietausgaben sind zudem vollständig als Betriebsausgabe abzugsfähig, ohne mehrjährige Abschreibung und ohne Aktivierung in der Bilanz. Das schont nicht nur die Liquidität, sondern auch Eigenkapitalquote und Bonität. 

Kein Einzelfall: Der Wandel passiert bereits

Dieser Trend ist keine Zukunftsvision, er passiert aktuell. Die globale Subscription Economy wächst mit rund 13 Prozent pro Jahr. Im B2B-Bereich macht Abo-basiertes Geschäft bereits mehr als die Hälfte des Marktes aus. Was bei Software längst Standard ist, nämlich Nutzung statt Besitz, setzt sich nun bei Hardware und Infrastruktur fort. 

 

Das Auto ist das bekannteste Beispiel: In Europa wird inzwischen mehr geleast als gekauft. Studien prognostizieren, dass sich der Markt für Fahrzeugabos und Leasing bis 2030 verdoppeln wird. Im Maschinenbau bieten Hersteller wie Trumpf oder DMG Mori ihre Geräte im Pay-per-Use-Modell an: Der Kunde zahlt nur, wenn die Maschine läuft, nicht für den Besitz. 

 

Im Bürobereich ist diese Entwicklung noch jünger, aber sie holt auf. Und Unternehmen, die früh umsteigen, verschaffen sich einen strukturellen Vorteil. 

Für wen das Modell besonders gut passt

Das Abo-Modell passt für viele unterschiedliche Unternehmenstypen. Besonders sinnvoll ist es für: 

 

  • Startups und Jungunternehmen, die Kapital schonen und gleichzeitig professionell auftreten wollen. 
  • Etablierte Unternehmen mit wechselndem Platzbedarf, die Flächen je nach Projektlage oder Teamgröße flexibel anpassen möchten. 
  • Wachsende Teams, bei denen heute noch unklar ist, wie viele Arbeitsplätze in einem Jahr gebraucht werden. 
  • Unternehmen mit hybriden Arbeitsmodellen, die Bürofläche und Ausstattung an die tatsächliche Nutzung anpassen wollen. 
  • Unternehmen in wirtschaftlich unsicheren Zeiten, die Eigenkapital und Liquidität gezielt schützen müssen. 
  • Unternehmen mit Nachhaltigkeitszielen, die den CO2-Fußabdruck ihrer Infrastruktur messbar reduzieren wollen. 

 

Weniger geeignet ist das Modell für Unternehmen mit sehr stabilem, langfristig konstantem Platzbedarf und hoher Liquidität. Hier kann der Kauf auf lange Sicht günstiger sein. Die Faustregel: Wer eine Laufzeit von mehr als fünf Jahren plant und kein Wachstum erwartet, sollte beide Optionen durchrechnen. 

Wie B.Complete das umsetzt

Das BC All In Abo bündelt alles, was ein vollständiges Büro braucht, in einem monatlichen Fixbetrag: Büromöbel, IT-Hardware, Bürotechnik, Planung, Lieferung, Aufbau und jährliches Audit. Kein Koordinationsaufwand zwischen verschiedenen Lieferanten, kein Investitionsstau, keine lange Vorlaufzeit. 

 

Regionale Office.Heroes übernehmen die Umsetzung vor Ort, von Tischlerarbeiten bis zur Konferenztechnik. Und wenn sich das Team verändert, passt sich das Setup mit, ohne neuen Vertrag, ohne neuen Aufwand. 

 

Fazit

Der Wandel von Besitz zu Zugang ist eine wirtschaftliche Antwort auf eine Welt, die sich schneller verändert als je zuvor. Wer sein Büro als fixen Kaufgegenstand betrachtet, riskiert Liquidität, Flexibilität und Relevanz. Wer es als Teil eines flexiblen, skalierbaren Setups versteht, gewinnt Zeit, Kapital und Handlungsspielraum für das, was wirklich zählt. 

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