Die Frage klingt einfach, wird aber fast nie sauber beantwortet. Wer sucht, findet Preisspannen für Schreibtische und Quadratmeterpreise für Büroflächen. Beides steht nebeneinander, ohne dass jemand daraus eine gemeinsame Zahl macht. Genau die braucht es aber, wenn eine Geschäftsführung entscheiden soll, ob ein zusätzlicher Mitarbeiter, ein größeres Büro oder eine neue Ausstattung leistbar ist.
Diese Rechnung führen wir hier durch. Mit aktuellen Zahlen für Wien, mit offengelegten Annahmen und mit den Positionen, die in der Praxis regelmäßig vergessen werden.
Ein Arbeitsplatz kostet Geld in vier Bereichen. Die Fläche, die Ausstattung, die Technik und der laufende Betrieb. Nur der erste Block wird üblicherweise budgetiert.
Notebook, Monitor, Dockingstation, Headset, anteilige Netzwerk- und Konferenztechnik. Für IT-Hardware wird in Österreich üblicherweise eine Nutzungsdauer von drei Jahren angesetzt, ebenfalls als Erfahrungswert. Bei € 2.400,- über drei Jahre sind das € 67,- pro Monat.
Nebenbei relevant für die Budgetplanung: Die Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter liegt in Österreich seit 1. Jänner 2023 bei € 1.000,- (USP.gv.at). Bis einschließlich dieses Betrags kann sofort als Betriebsausgabe abgesetzt werden, statt über die Nutzungsdauer zu verteilen. Die Grenze gilt netto, sofern das Unternehmen zum Vorsteuerabzug berechtigt ist, sonst brutto. Bei Einzelmöbeln ist das häufig relevant, bei kompletten Arbeitsplatzlösungen selten.
Reinigung, Strom, Instandhaltung, Kaffee, Wasser, Verbrauchsmaterial, Wartung der Technik. Diese Positionen laufen meist unter Gemeinkosten und werden nie auf den einzelnen Arbeitsplatz umgelegt. Je nach Ausstattungsniveau liegen sie zwischen € 40,- und € 80,- pro Person und Monat.
| Position | pro Arbeitsplatz und Monat |
|---|---|
| Miete (14 m² zu € 16,50) | € 231,- |
| Betriebskosten Fläche | € 58,- |
| Möblierung (€ 3.000,- über 7 Jahre) | € 36,- |
| IT-Hardware (€ 2.400,- über 3 Jahre) | € 67,- |
| Laufender Betrieb | € 60,- |
| Gesamt | rund € 450,- |
Modellrechnung: Fläche wächst in Stufen von 140, 210, 280 und 350 m2. Je voller eine Fläche, desto günstiger der einzelne Arbeitsplatz.
Die obige Rechnung unterstellt lineares Wachstum. Das gibt es nicht. Bürokosten steigen in Sprüngen.
Solange freie Arbeitsplätze vorhanden sind, kostet eine zusätzliche Person nur Möbel und Technik, also rund € 100,- pro Monat. Ist die Fläche voll, kostet dieselbe Person plötzlich einen neuen Mietvertrag, eine Adaptierung oder einen Umzug. Aus € 100,- werden fünfstellige Einmalkosten.
Genau an diesem Punkt stand Coredat Business Solutions. Das Unternehmen mit 20 bis 30 Mitarbeitenden war in einem Wiener Altbau untergebracht, der dem eigenen Wachstum nicht mehr entsprach. Der Umzug in das Bürogebäude Francis wurde nicht als reine Standortfrage behandelt, sondern gemeinsam geplant. Bewusst wurde analysiert, welche Möbel und Ausstattungen weiterverwendet werden können, etwa Teppiche, Bürostühle und Leuchten. Bestand wurde nicht als Kompromiss gesehen, sondern als Ausgangspunkt. Die Projektdauer lag bei zwei bis drei Monaten.
Das ist der Hebel, den die meisten Kalkulationen übersehen. Nicht jeder Umzug muss eine vollständige Neuinvestition sein.
Aus unserer Projektpraxis sind das fast immer dieselben fünf:
Ein Büroarbeitsplatz in Wien kostet realistisch zwischen € 350,- und € 600,- im Monat. Der größte Hebel liegt nicht bei den Möbeln, sondern bei der Fläche und bei der Frage, wie lange eine Ausstattung tatsächlich passt. Wer beides zusammen plant, statt Miete und Einrichtung getrennt zu budgetieren, entscheidet auf einer belastbaren Grundlage.
Auf Grundlage eines 15 minütigen BC Checks erstellen wir kostenlos Ihr individuelles
BC Lookbook, so wird Ihre Fläche bereits vor der Investition in 3D erlebbar.
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